Wildkräuter im Oktober

Auch im Oktober gibt es noch jede Menge sattes Grün auf unseren Wiesen zu ernten. 

Da gibt es den Löwenzahn, der viele Stoffe enthält, die unserem Körper dienen. Seine Bitterstoffe wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Das enthaltene Cholin wirkt förderlich auf die Gallenblase und den Darm. Der Löwenzahn kann unsere Nieren anregen, harnpflichtige Stoffe aus dem Körper auszuscheiden. Seine Wurzeln, die wir nun auch sammeln können, regen die Bauchspeicheldrüse an.

Auch die Gundelrebe ist noch immer mit jungen Blättern zu finden. Sie wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd, schleimlösend und anregend für Blase, Niere und den Stoffwechsel. Für uns in den beginnenden Wintermonaten wichtig zu wissen: die Gundelrebe hilft bei langwierigen, chronischem Schnupfen oder Husten sowie bei Verschleimung der Lungen. Die Gundelrebe ist eine Pflanze, die wir am besten frisch verwenden.

Die Heilkraft der Brennnessel ist unumstritten. Im Oktober können wir neben frischen Blättern auch ihre Samen und Wurzeln ernten. Die Samen der Pflanze enthalten Pflanzenhormone und Stoffe, die den Körper vitalisieren und Energie geben. Haarwässer aus Brennnesselwurzeln stärken und durchbluten den Haarboden und kräftigen somit die Haare. 

Den Spitzwegerich können wir frisch zum Beispiel bei kleinen Wunden als Wiesenpflaster benutzen. Er hilft frisch verrieben mit seinen Inhaltsstoffen bei Insektenstichen oder im Tee bei Erkältungskrankheiten.

Die Vogelmiere enthält neben Mineralien auch Saponine. Im Körper wirken diese Schleimstoffe vor allem schleimlösend, verdauungsfördernd und harntreibend.

Die Kräuter können in unserer Küche vielfältig eingesetzt werden: ihr könnt euch mit leckerem Obst daraus heilsame Smoothies zaubern, sie in Bratlingen (siehe vorangegangener Blogeintrag) oder Gebäck verstecken oder in Suppen und Salaten als Zutat dienen. 

 



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